Serviettenknödel




Sind eine Variante der semmelknödel : Etwa 120 Gramm getrocknete Weißbrotscheiben brechen wir in Würfel und rösten sie in guter Margarine gut an, passen aber auf, dass sie nicht anbrennen. In einer großen Schüssel lässt man die croutons erkalten undd gießt Milch darüber, damit die Würfel sich vollsaugen, aber nicht schwimmen. Dazu kommen zwei Eier, gehackte Zwiebel, und Petersilie, Salz und Majoran. Sollte die Masse zu feuch sein, bindet man mit etwas Mehl.

Auf der Arbeitsfläche legt man ein frisches Küchentuch aus Baumwolle aus, darauf ein großes Blatt „silberpapier“, dh. Aluminiumfolie oder Staniolpapier. Darauf formt man nun die Brotmasse zu einer dicken Rolle, befestigt sie mit dem silberpapier und wickelt das Küchentuch außen herum. Die beiden Enden bindet man mit Küchengarn fest zu, umwickelt auch die Mitte, und legt die rolle 10 bis 15 Minuten in kochendes Salzwasser. Wer ein solches hat, legt ein Dünstsieb in den Topf, so dass die Rolle den Boden nicht berührt.

Am Ende der Kochzeit wickelt man die Rolle auf einer Servierplatte aus den beiden Umhüllungen (Vorsicht : heiß !) und schneidet den Laib in dicke Scheiben. Der feine Duft von Ei, Zwiebeln und Majoran, der dabei aufsteigt, hat schon manchen Gast zu der Frage gebracht, ob das eine Sünde sei.
Des starken Eigengeschmackes wegen serviert man das Gericht mit einer eher neutralen fleischsoße.