Sauerbraten




Für vier Personen mariniert man in einem breiten Topf 500 bis 600 Gramm durchwachsenes Rindfleisch, eine handgroße Scheibe pro Person, mit einer Mischung von 2 bis 3 großen, in Ringe geschnittenen Zwiebeln, einem Stück Karotte und einem Stück Sellerie, einigen Knoblauchzehen, 2 Blatt Lorbeer, 2 Gewürznelken, Wacholderbeeren, Pfefferkörnern, Pimentkörnern (Pimento), Senfkörnern, Koriander, Rosmarin oder Thymian . In Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz findet man fertige Gewürzmischungen im Handel, "Sauerbratengewürz".

Die Marinade soll das Fleisch ganz bedecken, sie besteht aus einem Drittel Weinessig und zwei Dritteln Wasser. Nun stellt man sie für drei bis fünf tage in den Kühlschrank und wendet die Fleischstücke jeden Tat.

Zur Zubereitung stellt man einen Abseiher oder das Spaghettisieb auf einen Topf in der spüle , schüttet die ganze Marinade mit allen Zutaten hinein und lässt alles abtropfen. Mit der Gabel holt man das Fleisch nach oben , damit es etwas trocknet, man kann es auch mit Küchenpapier abtrocknen.

Im offenen Dampftopf brät man nun die Fleischscheiben in etwas Öl auf großer Flamme scharf an, damit sie einen guten Soßenfonds ergeben. Sobald sie gut gegrillt sind, fischt man die Zwiebelringe mit der Gabel aus den Zutaten im seiher heraus und brät sie gut an. Wenn das Fleisch und die Zwiebel gut durch sind, schüttet man die Marinade mit allen Zutaten und Gewürzen dazu ; ist sie zu scharf, verwässert man sie und schließt den Topf. Nach fünf Minuten stellt man die Flamme auf klein und lässt den Sauerbraten weitere 45 Minuten garen. Nach dem Öffnen des Dampftopfes kann man die Soße mit Crème fraîche verfeinern.

Bei den Zutaten gibt es regionale Varianten, den Rheinischen, Aachener, badischen, schwäbischen, sächsischen, böhmischen Sauerbraten. Die Proportion von Wasser und Essig in der Marinade und in der Soße mag jede Familie selbst herausfinden. Anstelle von Essig kann man auch Rotwein nehmen, mehr als den Essig, und es wird eine Variante des Bœuf bourguignon, oder sauren Most. Ein besonders feines Aroma gibt der Pétillant de Listel aus Lunel, ein weißer Traubensaft in der Champagnerflasche mit 2,5% Alkohol.

Dazu serviert man Spätzle, Kartoffelknödel, Salzkartoffeln oder böhmische Hefenknödel, einen kräftigen Rotwein, weil es ja ein Festtagsgericht ist, Most, Bier oder Mineralwasser