Rindsroulade




Bei einer Umfrage der Fernsehstation SWR Baden-Baden im Herbst 2010 haben über 50.000 Zuschauer aus einer Liste von 100 in Deutschland üblichen Gerichten jeweils ihre fünf Leibspeisen ausgewählt, und die meistgenannte war die Rindsroulade, somit ein sonntagsgericht.

Pro Gast würzt man ein Stück Rindfleisch aus der Keule von der Größe einer Maurerhand mit Salz und Pfeffer, bestreicht es mit scharfem Senf, belegt es mit einer dünnen Scheibe weißem oder geräuchertem Speck und darauf eine Handvoll Farce aus gehackter Essig- oder Senfgurke, Stangensellerie, Karotte und Zwiebel. Die Roulade wird zusammengerollt, daher ihr Name, und mit Küchengarn, einem starken Baumwollfaden zu einer Rolle gebunden.

In einer Pfanne bräunt man die Rouladen auf allen Seiten scharf an, und gibt noch Zwiebel und Suppengrün dazu. Das Bratgut legt man in eine gut gefettete, rechteckige Bratform aus Email oder feuerfestem Glas, fügt pro Person zwei oder drei vorgekochte Kartoffeln und eine Karotte hinzu, ferner ein Glas Rotwein und schiebt die Form in die Backröhre. . Wenn der Wein verkocht ist, schüttet man ein Glas Wasser in die Bratpfanne, um den Fonds zu lösen und gießt dies über die Rouladen, ergänzt mit einer guten Fleischbrühe. Die Bratzeit wird allgemein mit 90 Minuten angegeben. Nach Bedarf gießt man ständig Fleischbrühe nach.

Anstelle der mitgekochten Kartoffeln serviert man Rindsroulade auch zu Semmel- oder Kartoffelknödeln. In Diesem Fall muss man eventuell die soße mit etwas Stärke binden. Bei einer schwäbischen Orgie kommt zu den Knödeln oder den Kartoffeln noch Blaukraut dazu.

Das Rezept verlangt deutsche Essiggurken, die größer und süßer sind als unsere dunkelgrünen Cornichons. Senfgurken und Gewürzgurken sind etwas süßer und recht dick, russische Salzgurken etwas weniger süß.

Wir selbst bereiten dieses Gericht nicht zu, deshalb sollte man es vorher einmal ausprobieren.