Krautwickel oder Kohlrouladen




Von einem Kopf Weißkohl löst man die großen Blätter einzeln ab, schneidet die dicken Rippen flach und blanchiert sie in kochendem Wasser, dass sie biegsam aber nicht zu weich werden, sonst reißen sie bei der folgenden Bearbeitung. Pro Gast rechnet man ein bis zwei Krautwickel, jeder benötigt je nach Größe 1 bis drei Blätter.
In einer Schüssel vermengt man 200 Gramm Hackfleisch aus durchwachsenem Rind und Kalb, zwei mittlere, in kleine Würfel geschnittene Zwiebel, gehackte Petersilie, ein in lauwarmem Wasser aufgeweichtes und dann ausgepresstes Stück Weißbrot, und ein Ei mit salz, Pfeffer, Muskatnuss und Majoran zu einer homogenen Masse.
Davon legt man nun eine kleine Handvoll länglich auf ein Kohlblatt und schließt es zu einem Paketchen ; falls das Blatt zu klein ist, wickelt man ein zweites von oben herum. Auch an den Enden muss der wickel geschlossen sein. Diesen umbindet man nun mit Küchengarn, das ist ein Baumwollfaden.
In einer Länglichen Backform auf Steingut oder feuerfestem glas dünstet man feingehackte Zwiebel in Butter oder Guter Margarine glasig, legt die Wickel nebeneinander in die form , brät sie auf allen Seiten an und legt vorgekochte Kartoffeln und Karotten an die Seite. Dann stelt man sie für etwa 45 Minuten in die Backröhre. Dabei begießt man sie ständig mit guter Gemüsebrühe.
Zum Servieren schneidet man die Fäden auf und zieht sie heraus. Zu den wickeln serviert man die mitgegarten Gemüse oder Reis ; in diesem Falle braucht man etwas mehr Brühe.
Falls Blanchierte Kohlblätter übrig bleiben, schneidet man sie fein und serviert sie in einer Vinaigrette mit Kümmel als Salat.

Eine Variante sind Thüringer Rotkrautwickel, wie der Name sagt, mit blättern von Rotkohl (Blaukraut) und etwas Rotwein in der Brühe.