Hackbraten




Eine große oder zwei mittlere Zwiebeln werden ganz Klein geschnitten und in der Pfanne in Butter oder Margarine glasig gedünstet. Eine trockene Semmel oder ein Stück trockenes Weißbrot wird in lauwarmem Wasser eingeweicht. In einer Schüssel vermengt man 300 Gramm Hackfleisch, durchwachsenes (fettes) Rindfleisch und Kalbfleisch, mit den erkalteten Zwiebeln, dem in der Faust ausgedrückten Weißbrot, einem ei, salz, Pfeffer, Majoran, Paprika oder Muskatnuss sowie geschnittener Petersilie. Daraus formt man eine starke rolle, die man zum Schluss in Semmelbröseln wälzt, welche dann eine gute Kruste geben. Falls die Fleischmasse nicht fest genug ist, bindet man sie mit etwas Mehl.
In einer länglichen Backform aus Steingut, Metall oder feuerfestem Glas brät man den Hackbraten in Butter, Butterschmalz, guter Margarine oder Kokosfett rundum an und stellt ihn dann 50 Minuten bis eine stunde in die Backröhre. Dazu legt man vorgekochte Kartoffeln, Karotten, Erbsen oder Kohlrabi und begießt den Braten ständig mit einer guten Gemüsebrühe, etwa dem Sud von Pot-au-feu.
Dem Hackbraten kann man auch Kapern oder kleingeschnittene Essiggurken beigeben oder in die Mitte ein oder zwei hartgekochte Eier, dann ist es das Scotch eg, das in englischen Pubs serviert wird. Wegen seiner form nennt man den Hackbraten auch « Falscher Hase ».
Man serviert den in Scheiben geschnittenen Hackbraten mit dem Gemüse, das man mit der Bratensoße übergießt, oder Kalt alt Pâté.