Frikadellen




Ein beliebtes, preisgünstiges und einfaches Gericht sind gebratene Portionen Hackfleisch, die je nach Region verschiedene Namen tragen :
Frikadellen (Hochdeutsch)
Fleischküchle (Schwaben
Fleischpflanzerl (Österreich)
Karwanadln (Böhmen)
Bouletten (Berlin ; das Wort stammt von den Hugenotten)

Das Rezept erlaubt, frisches Fleisch zu verwenden, das noch nicht gereift ist und deshalb beim Braten trocken bleibt oder eine lange Garzeit verlangt.
Auch gebratenes Hackfleisch ist trocken wie Sand, deshalb macht man es saftig durch die Beigabe von Zwiebeln und aufgeweichtem Weißbrot.
Hackfleisch verdirbt schnell bei Normaltemperatur, deshalb bereitet es der Metzger stets frisch im Laden auf seiner Maschine zu. Im Haushalt
oder auf dem Land dreht man das in Stücke geschnittene Fleisch durch den Fleischwolf, mit dem man auch gekochten Spinat, Erdnüsse, Kichererbsen durchdrehen kann.

Zutaten:
250 Gramm gehacktes Rindfleisch, Hammel und Ziegenfleisch geht auch (Marokko, Türkei)für 8 Fleischküchle.
1 große Zwiebel, feindgehackt
1 trockenes Brötchen (Semmeln) oder 50 Gramm Weißbrot, im Wasser aufgeweicht und mit der Hand ausgedrückt
1 Ei
Majoran (Süddeutschland, Österreich). Auch andere Gewürze sind möglich : Kreuzkümmel (Marokko: kamoun) oder Paprika (Türkei)
100 Gramm Semmelbrösel (Paniermehl)
Salz, Pfeffer, nach Belieben auch Cayennepfeffer (pili-pili), Harissa, Ingwerpulver zur Schärfe.

Zubereitung :
In einer Schüssel vermischt man alle Zutaten, am besten mit der Hand, und formt daraus zwischen den Handflächen etwa 8 golfballgroße Kugeln oder Bälle. Mit der flachen Hand schlägt man sie platt zu etwa 1,5 cm Dicke und drückt sie in das Paniermehl, das man in einen Suppenteller geschüttet hat. In einer Pfanne erhitzt man etwa 1 cm Öl und brät die Bouletten auf beiden Seiten dunkelbraun.
Man serviert sie mit Kartoffelsalat oder nur mit Senf und Essiggurke oder Meerrettich (Kren). Sie schmecken auch kalt mit Senf und Essig- oder Senfgurken als eine Art Pastete bzw. Pâté..